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Strategische Allianz schärft Stadtprofil

In der „Konzertierten Aktion Wissenschaftsstadt Münster“ haben sich Stadt, Hochschulen und Wirtschaft zusammengetan und ziehen gemeinsam an einem Strang, um das Profil Münsters als Stadt von Wissenschaft und Lebensart zu schärfen. Mit ihrer strategischen Allianz wollen die Partner die vorhandenen Stärken des Wissenschaftsstandorts Münster ausbauen – und somit im internationalen Wettbewerb der Städte punkten.
Die Stärken der Wissenschaftsstadt und des Wirtschaftsstandorts Münsters ergänzen sich und bieten gute Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung. Grundsätzlich gilt: Die wirtschaftliche Entwicklung ist in allen Branchen eng an die Nutzung des wissenschaftlichen Potenzials gebunden. Daher spielen Bildung, Kultur und Lebensqualität auf dem Weg Münsters „zur Stadt des Wissens“ eine wesentliche Rolle. Klare Entwicklungsziele und ein gemeinsames Marketing sollen dafür sorgen, Unternehmen aus Wachstums- und Innovationsbereichen nach Münster zu ziehen – und somit zusätzliche, hoch qualifizierte Arbeitskräfte.
Im Mittelpunkt der Konzertierten Aktion stehen drei Themen, die der münstersche Rat in enger Abstimmung mit Wissenschaft und Wirtschaft als Schwerpunkte des Profils Münsters als Wissenschaftsstadt festgelegt hat. Zwei von ihnen – „Nanobioanalytik in Medizintechnik und Pharma“ sowie „Medizinische Prävention“ – liegen in der zukunftsträchtigen Branche der Gesundheitswirtschaft. Hier sind Münster und das Münsterland schon jetzt bestens etabliert: Mit zirka 92.000 Beschäftigten ist die Gesundheitswirtschaft der zweitgrößte Wirtschaftszweig.
Auch die Strukturen der nanobioanalytischen Landschaft haben bereits europäische Bedeutung: Das Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) oder das Biotechnologiezentrum (BioZ) sind Anziehungspunkte für hochqualifizierte Fachkräfte. Mit neuen Anker- und Leuchtturm-Projekten soll die hervorragende Position jetzt weiter gekräftigt werden. Aktuellstes Beispiel und erster großer Erfolg ist das geplante Nanobioanalytik-Zentrum (NBZ): Das bundesweit einzigartige Zentrum für mittelständische Hightech-Unternehmen wird in den kommenden Jahren Raum für voraussichtlich rund 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Zirka 16 Millionen Euro werden in das Projekt investiert, davon wird das Land Nordrhein-Westfalen vermutlich 10,2 Millionen Euro übernehmen. Bereits seit einem Jahrzehnt profiliert sich Münster auf diesem wissenschaftlichen Feld – mittlerweile gehört die Stadt neben Standorten wie Grenoble und Barcelona zu den führenden Nanobiotechnologie-Standorten in Europa.
Die bislang getroffenen Maßnahmen und Investitionen haben ein Umfeld geschaffen, das besonders für innovative Unternehmen der Region den Zugang zum wissenschaftlichen Know-how der regionalen Zentren wie Universität, Fachhochschule, Universitätsklinikum, Max-Planck Institut für Molekulare Biomedizin (MPI) und CeNTech erleichtert. Auf diese Weise ist die Basis für ein funktionsfähiges Nanobiotechnologie-Cluster geschaffen worden, in welchem in einer wichtigen Zukunftstechnologie Forschung und Entwicklung auf Spitzenniveau betrieben wird. Die Nanobioanalytik dient dazu, biologische Vorgänge besser zu verstehen, etwa in einer Zelle oder sogar innerhalb einzelner Zellbestandteile.
Als zweites Großprojekt ist ein interdisziplinäres Präventionszentrum mit kardiovaskulärem Schwerpunkt geplant. Zu kardiovaskulären Krankheiten zählen beispielsweise Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Sie gehören zu den typischen Zivilisationskrankheiten: Mehr als die Hälfte aller Deutschen zwischen 35 und 64 Jahren leidet unter Bluthochdruck. Die Behandlung dieser Krankheiten hinkt der Entwicklung jedoch deutlich hinterher. Das neue Zentrum soll Wissenschaftler, Ärzte und Therapeuten verschiedenster Richtungen zusammenbringen, um die Patienten ganzheitlich behandeln zu können. In seiner Konzeption ist das vom Universitätsklinikum Münster in Kooperation u. a. mit der Fachhochschule Münster entwickelte Zentrum bisher bundesweit einzigartig und wird neue Maßstäbe in der Krankenversorgung setzen. Kardiovaskuläre Erkrankungen sind bereits ein vom Wissenschaftsministerium NRW anerkannter Schwerpunkt von Universitätsklinikum und Medizinischer Fakultät der Universität Münster.
Der dritte thematische Schwerpunkt ist der Westfälische Friede, der Münster im Jahr 1648 als Stadt der Diplomatie und des Dialogs bekannt gemacht hat. Schon heute findet die im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführte Verleihung des Westfälischen Friedenspreises - verliehen u. a. an Carla del Ponte und Kofi Annan - internationale Beachtung. Zukünftig ist in den Jahren der Preisverleihung auch eine öffentliche Ringvorlesung geplant, die sich mit der friedlichen Lösung von aktuellen, weltweiten Konflikten beschäftigt. In den Jahren zwischen den Preisverleihungen soll ein großes wissenschaftliches Symposium mit öffentlichen Veranstaltungselementen stattfinden. Darüber hinaus wurde mit „Münster 1648: Dialoge zum Frieden“ ein Label für den Westfälischen Frieden entwickelt, um den Wiedererkennungswert im Zusammenhang mit Münster weiter zu erhöhen.
Nicht erst mit den Feierlichkeiten „350 Jahre Westfälischer Frieden“ im Jahr 1998 ist deutlich geworden, dass Münster als Stadt des Westfälischen Friedens in Europa ein Alleinstellungsmerkmal hat und dieses auch öffentlich wahrgenommen wird. Darüber hinaus zeigt sich vor den derzeitigen Entwicklungen, wie politisch aktuell die Thematik ist: Zu beobachten sind weltweit drängende Probleme angesichts drohender Verteilungskämpfe um knapper werdende Ressourcen. Auch neue ethnische und konfessionelle Konflikte weisen auf die Aktualität dieses Themas hin. Vor allem mit dem Exzellenzcluster Religion und Politik an der Universität Münster aber auch mit dem Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe an der Fachhochschule Münster wird deutlich, wie eng Wissenschaft und Stadtgeschichte in Münster miteinander verzahnt sind.
Die „Konzertierte Aktion“ ist ein Ergebnis des „1. Münsteraner Zukunftsgesprächs“ vom September 2006, bei dem rund 300 Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen für die Weiterentwicklung der Stadt eingebracht haben. Darüber hinaus baut es auf dem „Integrativen Standort- und Stadtmarketing-Prozess Münster“ (ISM) auf. Träger des Netzwerkes sind neben Münster Marketing und der Wirtschaftsförderung Münster, bei denen die Geschäftsführung liegt, auch die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und die Fachhochschule Münster sowie die Wirtschaft. Mit der „Konzertierten Aktion Wissenschaft Münster“ geht es nicht zuletzt auch darum, auf die neue Wirtschaftspolitik in NRW („Stärken stärken“) und für die künftigen Verfahren bei EU-Projektförderungen („EFRE“) vorbereitet zu sein.
Kontakt „Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt“
Matthias Schmidt
Münster Marketing – Wissenschaftsbüro –
Klemensstr. 10
48143 Münster
Tel.: +49-251-4922755
E-Mail: SchmidtMatthias@stadt-muenster.de
Matthias Günnewig
Technologieförderung
Mendelstr. 11
48149 Münster
Tel.: +49-251-9801108
E-Mail: guennewig@technologiefoerderung-muenster.de
Pressekontakt „Konzertierte Aktion Wissenschaftsstadt“
Wirtschaftsinformationsdienst Münster
Eulerstr. 15
48155 Münster
Martin Rühle
Tel.: 0251/68677-64
E-Mail: mr@wid-muenster.de
Marion Wiefel
Tel.: 0251/68677-63
E-Mail: mw@wid-muenster.de
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Der Wirtschaftsinformationsdienst WID ist eine gemeinsame Initiative der führenden Unternehmen und anwendungsnahen Forschungseinrichtungen
in Münster.
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Der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Münster ist ein "wirtschaftlicher Tausendfüßler" und rangiert in Deutschland unter den "Top Ten". Dafür sprechen beste ökonomische und strukturelle Faktoren.
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