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Münster – die Stadt für Wirtschaft, Wissenschaft und Lebensart

Der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Münster vereint Moderne und Tradition, er ist lebendig und vielfältig. Kurz: Münster steht für Wirtschaft, Wissenschaft und Lebensart. Hightech und bodenständiges Handwerk, barocke Adelssitze und moderne Architektur, historischer Stadtkern und zukunftsweisender Städtebau – in der Westfalenmetropole sind das keine Gegensätze, sondern prägen das Bild einer jungen Stadt. Dass sich in Münster etwas bewegt, davon zeugen nicht zuletzt auch rund 45.000 Studenten. Im Dienstleistungs- und Wissenschaftszentrum haben zudem zahlreiche Schaltstellen aus Wirtschaft, Verwaltung, Forschung, Kultur und sozialem Leben ihren Standort.
Münster unter Deutschlands Top Ten der Einzelhandels-Standorte
Die Stadt Münster gehört zu den Top-Einzelhandelsstandorten in Deutschland. Der Umsatz der Handelsbetriebe in der Westfalenmetropole belief sich 2008 auf 2,093 Milliarden Euro. Bei den Ladenmieten zählt Münster zu den Top Ten der deutschen Großstädte. Zu diesen Ergebnissen kam auch der münsterische Handelsimmobilienreport 2009. Münster schlägt die benachbarten Oberzentren wie Dortmund und Osnabrück deutlich. Überdurchschnittlich gut sind – im Vergleich zu den Nachbarstädten – die Ergebnisse in punkto Kaufkraft, Zentralität und Umsatz (siehe Tabelle oben).
Auch in Bezug auf die Ladenmieten zählt Münster mit einem monatlichen Spitzenmietpreis von 160 Euro pro Quadratmeter zu den deutschen Top-Ten-Standorten. In den B-Lagen werden immerhin noch bis zu 70 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Neben den Bereichen mit vornehmlich "konsumig" orientieren Filialunternehmen gibt es Straßenzüge, die von eher lokalem und hochwertigem Handel geprägt sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten der vergleichbaren Größenordnung verfügt Münster über einen verhältnismäßig geringen Filialisierungsgrad in den Top-Lagen der Innenstadt. Das heißt: Zahlreiche Geschäfte in der City werden von Inhabern geführt.
Darüber hinaus bietet Münster in der Innenstadt weitere Entwicklungspotenziale für Handelskonzepte, die in der Stadt noch nicht vertreten seien. Zudem können gänzlich neue Handelslagen entstehen. "Münster entwickelt sich weiter und wird sich auch künftig als die Einzelhandelsstadt in der Region behaupten", lautet das Fazit der Experten.
Zahlreiche Preise für Münster
Dass in der Westfalenmetropole Wirtschaft, Wissenschaft und Lebensart Hand in Hand gehen, zeigen nicht zuletzt auch die zahlreichen Preise, die Münster in den vergangenen Jahren gewinnen konnte: So ist Münster 2004 zur „lebenswerteste Stadt der Welt“ gekürt worden (LiveCom Award), den Titel „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“ (Deutsche Umwelthilfe) konnte sie bereits zwei Mal gewinnen. Im November 2009 erhielt sie zudem für den verantwortungsvollen Umgang mit Energie - nach 2005 - zum zweiten Mal den European Energy Award in Gold. In punkto nachhaltige Energienutzung ist Münster demnach in Deutschland spitze und zählt neben Zürich und Lausanne zu den besten Großstädten, die das anerkannte Qualifizierungsprogramm durchlaufen haben.
Top-Platzierungen in Städte-Rankings
Und auch das zeugt von Qualität: Die Westfalenmetropole erreichte beispielsweise im Städte-Ranking 2009 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche – wie auch 2008 – den zweiten Platz. Damit ließ Münster Städte wie Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart hinter sich. Die Studie berücksichtigte zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie das Arbeitseinkommen, das Bruttoinlandsprodukt und die Investitionsquote.
Und auch hier konnte sie punkten: Beim „Capital“-Ranking der 60 größten deutschen Städte landete Münster 2009 auf Rang drei. Nur die Städte Hamburg und München verfügen demnach über noch bessere ökonomische Perspektiven. Münster überzeugte vor allem als herausragender Wissenschaftsstandort mit Universität, Fachhochschule, Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen. „Innovative Dienstleister und Mittelständler finden problemlos Fachkräfte, weil die Absolventen gern in der Stadt bleiben“, hieß es im Ranking. Die Wirtschaftsleistung Münsters wird nach Ansicht der Experten bis zum Jahr 2015 um 15,7 Prozent wachsen – keine deutsche Stadt kam in dem Ranking auf diesen Spitzenwert. Im Vergleich zur letzten Analyse aus dem Jahr 2007 verbesserte sich Münster um elf Plätze.
Strategische Allianz zahlt sich aus
Das gute Abschneiden Münsters ist vor allem das Ergebnis jahrelanger Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Hochschulen und Wirtschaft. Im Rahmen der „Konzertierten Aktion Wissenschaftsstadt“ ziehen alle Beteiligten an einem Strang, um das Profil Münsters als Stadt von Wissenschaft und Lebensart zu schärfen. Im Mittelpunkt der Konzertierten Aktion stehen drei Themen. Zwei von ihnen – „Nanobioanalytik in Medizintechnik und Pharma“ sowie „Medizinische Prävention“ – liegen in der zukunftsträchtigen Branche der Gesundheitswirtschaft. Hier sind Münster und das Münsterland schon jetzt bestens etabliert sind: Mit rund 92.000 Beschäftigten ist dieser der zweitgrößte Wirtschaftszweig. Auch die Strukturen der nanobioanalytischen Landschaft haben europäische Bedeutung.
So sind das Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) und Biotechnologiezentrum (BioZ) Anziehungspunkt für hoch qualifizierte Fachkräfte. Mit neuen Anker- und Leuchtturm-Projekten soll die hervorragende Position jetzt weiter gekräftigt werden. Neben dem Bau des bundesweit einzigartigen Nanobioanalytik-Zentrum (NBZ), das ab Frühjahr 2011 realisiert wird, ist auch ein interdisziplinäres Präventionszentrum mit kardiovaskulärem Schwerpunkt anvisiert, das die Behandlung der Volkskrankheit Bluthochdruck entscheidend verbessern soll.
Dritter thematischer Schwerpunkt ist der Westfälische Friede. Dieser steht für Münster als Stadt der Diplomatie und des Dialogs. Die im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführte Verleihung des Preises des Westfälischen Friedens findet internationale Beachtung. Zudem bezieht sich die Stadt Münster mit einer jährlichen Veranstaltungsreihe "Münster 1648: Dialoge zum Frieden" auf die Verhandlungen die zum Friedensschluss führten.
Erfolge in der Wirtschaftsförderung
Trotz Wirtschaftskrise blickt auch die Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurück. 1.397 Arbeitsplätze wurden neu geschaffen oder gesichert – Rekord. Darüber hinaus vermittelte die WFM unter der Leitung von Dr. Thomas Robbers im sechsten Jahr des Bestehens durch den Immobilienservice mehr Objekte als je zuvor.
2009 hat die WFM mit insgesamt 47 Objekten fast doppelt so viele Immobilien vermittelt wie im Vorjahr. Dabei handelte es sich vorrangig um kleinere Objekte, so dass die insgesamt vermittelte Immobilienfläche des Jahres 2009 mit rund 11.900 Quadratmetern im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre liegt.
Gute Ergebnisse hat die WFM auch beim Grundstücksgeschäft erzielt. Insgesamt haben die Wirtschaftsförderer in den vergangenen zwölf Monaten 124.257 Quadratmeter vermittelt und damit sogar den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2007 übertroffen. Zwar wurden 2009 weniger Grundstücke verkauft als in den zurückliegenden Jahren – dafür waren die Flächen um ein Vielfaches größer.
Ein Rückgang ist allerdings im Bereich der durch die WFM vermittelten Neuansiedlungen von Unternehmen zu verzeichnen. Durch die Wirtschaftskrise sind die Unternehmen vorsichtiger geworden.
Die WFM hat im Laufe des Jahres 2009 an der Sicherung von 1.144 Arbeitsplätzen mitgewirkt. Die Summe der in diesem Zeitraum neu geschaffenen Jobs beläuft sich auf 253. Wie in den Vorjahren entfielen die meisten der geschaffenen und gesicherten Arbeitsplätze auf die Branchen Dienstleistung mit 42 Prozent und Produktion mit 31 Prozent.
Ein dickes Plus hat die WFM auch mit ihren Beratungsangeboten im Bereich Fördermittel erzielt. 2009 wurden 269 Förderanträge gestellt. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2008, alle wurden bewilligt. Dementsprechend hat sich auch die Zahl der eingeworbenen Fördermittel mehr als verdoppelt. Das Gesamtvolumen beträgt rund 862.000 Euro.
Maßgeblich zu der Summe beigetragen haben Fördersummen aus den Instrumenten Potenzialberatung und Gründercoaching. Ein weiterer Grund für den Erfolg ist das zum Jahresanfang eingeführte Mikrodarlehen, mittlerweile ein wahrer Fördermittel-Renner.
Die WFM hat in den vergangenen Jahren außerdem besonderes Augenmerk auf die vier Kompetenzfelder Nanobioanalytik, Gesundheitswirtschaft, Geoinformatik und Oberflächenbearbeitung mit Farben und Lacken gelegt.
Institutionen mit internationalem Renommee
Die Westfälische Wilhelms-Universität zählt mit ihrer medizinischen Fakultät zu den größten und forschungsintensivsten Deutschlands. Auch in den Naturwissenschaften liegt Münster – besonders durch die Leistungen der drittmittelstärksten. Auf dieser Basis hat sich in Münster ein innovationsfreudiges Klima entwickelt. Forschungsinstitute kooperieren mit Technologieunternehmen und arbeiten gemeinsam an Produkten für die Zukunftsmärkte.
Durch das hochschulnahe Center for Nanotchnology (CeNTech) bietet Münster beispielsweise ein europaweit einzigartiges Wachstumspotenzial für die Life Science Industries. Und auch die Neuansiedlung des Max-Planck-Instituts für Molekulare Biomedizin zeugt von der Leistungsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Münster.
Hochschulen in Münster: Westfälische Wilhelms-Universität mit Musikhochschule; Fachhochschule (FH) Münster, Kunstakademie, FH des Bundes für öffentliche Verwaltung (Finanzen), FH für öffentliche Verwaltung NRW, Katholische FH Nordrhein-Westfalen, Philosophisch-Theologische Hochschule, Deutsche Hochschule der Polizei.
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Der Wirtschaftsinformationsdienst WID ist eine gemeinsame Initiative der führenden Unternehmen und anwendungsnahen Forschungseinrichtungen
in Münster.
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Der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Münster ist ein "wirtschaftlicher Tausendfüßler" und rangiert in Deutschland unter den "Top Ten". Dafür sprechen beste ökonomische und strukturelle Faktoren.
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